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Von Fieberbläschen bis Schuppenflechte

 Woran Eltern Hautprobleme ihrer Kinder erkennen und was sie dagegen tun können

Windeldermatitis

Hautentzündungen im Genitalbereich hat fast jedes Baby, solange es Windeln trägt, häufig im 9.-12. Lebensmonat. Risikofaktor: trockene Haut. Symptome: starke Rötung und Schwellung der Haut; nässender Bläschenausschlag und Juckreiz bei schwerer Entzündung. Ursachen: Reizstoffe in Urin und Stuhl (besonders bei Durchfall), Bakterien oder Pilz (Candida albi-cans); Unverträglichkeit bestimmter Windeln oder Pflegemittel. Auslöser: zu selten gewechselte Windeln; höhere Hautsensibilität bei Infekten oder beim Zahnen. Behandlung zu Hause: häufiges Windelwechseln, Luft an den Po lassen, schützende Zinksalbe; bei nässenden Stellen Umschläge mit Ringelblumen-Tinkturoder Schwarztee (bis zu 30 Minuten).

Neurodermitis

jedes fünfte Kind kratzt sich - bei 60 Prozent beginnen die unregelmäßigen Entzündungen vordem ersten Geburtstag. Symptome: Rötung, schuppend, teils nässend, verbunden mit quälendem Juckreiz; meist in Kniekehlen und Armbeugen. Chronisch: sehrtrockene Haut an den betroffenen Stellen. Ursachen: vererbte Überreaktion des Abwehrsystems; schlechte Feuchtigkeitsspeicherung, daher extrem trocken. Auslöser: Waschpulver, Wolle, Impfungen, Infektionen, Klimaveränderung, psychischer Stress, Tierhaare, Hausstaubmilben, Konservierungsstoffe, Nahrungsmittel. Behandlung zu Hause: konsequente Hautpflege (2-mal täglich mit einer vom Kind akzeptierten Basispflege zum Feuchten), Entspannung und „Normalität" im Alltag.

Fieberbläschen

Die weitverbreiteten Herpes-simptex-Viren bewirken meist im Schulalter einen Ausschlag im oder am Mund. Symptome: Spannungsgefühl und Brennen an der Lippe, kurz bevor sich Bläschen bilden;nach zwei bis drei Tagen platzen sie auf und vertrocknen. Ursachen: Infektion mit Herpes-simplex-Viren schon als Kleinkind (auch durch Küssen, Schnullerablecken der Eltern). Auslösen Sonne, Fieber, seelische Anspannung. Behandlung zu Hause: Zinksalbe beschleunigt das Austrocknen und verhindert Bakterienbefall.

Nesselausschlag

Bis zu 20 Prozent aller Kinder haben mindestens ein Mal diesen heftigen Ausschlag, Mädchen häufiger als jungen; in der Kindheit selten chronisch. Symptome: einzelne oder zusammenhängende Quaddeln, teilweise großflächig am ganzen Körper, gelegentlich mit hautfarbenen Schwellungen verbunden, starker Juckreiz, manchmal Fieber. Typisch: Quaddeln verschwinden schneller als andere Ausschläge. Ursachen: Unverträglichkeit gegen bestimmte Arznei- oder Nahrungsmittel, Kosmetika, Farbstoffe. Auslöser: Kontakt mit einem unverträglichen Stoff. Behandlung zu Hause: Lotionen mit Zink oder Gerbstoff aus der Apotheke; kühlende Essigwasserumschläge.

Warzen

Mit zehn Prozent eines der häufigsten Hautprobleme bei Kindern. Auffallend oft Spontanheilung, selten schmerzhart (außer nach innen gerichtete Dornwarzen an Fußsohlen), eher hässlich als gefährlich. Symptome: kleine einzelne oder in Grüppchen stehende, hautfarbene Knötchen, häufig an den Händen und Füßen, aber auch am ganzen Körper möglich. Ursachen: Infektion mit Papilloma-Viren. Auslöser: geschwächtes Immunsystem z. B. nach Infektionen, häufig bei bereits bestehenden Hautproblemen wie Ekzemen. Behandlung zu Hause: am besten keine-besser den Kinderarzt aufsuchen oder die Warzen „besprechen" lassen (Suggestivtherapie); Aufweichen derWarzen durch Pflaster, dann Abtragen mit Hornhauthobel.

Schuppenflechte (Psoriasis)

Die chronische Hautkrankheittritt zu 90 Prozent nach der Pubertät auf, kann nach beschwerdefreien Pausen jederzeit wieder ausbrechen, heiltaberauch spontan aus. Symptome: deutlich begrenzte, rötliche PIaques mit silbrig grauer Schuppung, besonder an Ellbogen, Knien, behaartem Kopf, Lendengegend, nicht immer mit Juckreiz verbunden. Bei Kindern sind die Symptome nicht immer eindeutig, außerdem oft Ausschlag am ganzen Körper. Ursachen: genetische Prädisposition - ansonsten unklare Ursachen für die extrem beschleunigte Zellerneuerung der Haut, die die Symptome verursacht. Auslöser: akute Infektionen wie Mandelentzündung, kariöse Zähne, chemische Reizungen, Psycho-Stress jeder Art. Behandlung zu Hause: Vermeidung von Auslösefaktoren, sorgfältige Basis-Hautpflege der extrem trockenen Haut, Salzbäder, rückfettende Cremes, Entspannung. Auf jeden Fall den Arzt konsultieren: Medikamente, aber auch Phototherapie eher nicht empfehlenswert (langfristige UV-Schaden). Salicylsaure (zur Schuppenablösung vor einer Cremebehandlung), Dithranol und Vitamin-A-Präparate sind bei Kindern vorsichtig anzuwenden. ÜberVitamin-D-3-Salben gibt es kaum Studien mit Kindern, aber gute Erfahrungen in der Praxis. Harnstoffsalben sind gut zur Nachbehandlung, Antihistaminika helfen gegen Juckreiz.

Akne

Typische Teenager-Hautkrankheit, die in ihrer schweren Ausprägung Narben in der Haut hinterlassen kann. Seelisch sehr belastend. Ein Spezialfall ist Akne bei Neugeborenen, die aber meist nach kurzer Zeit von selbst spurlos wieder verschwindet. Symptome: fettige Haut wie auch fettige Haare, schmerzhafte Pusteln, Mitesser, eitrige Entzündungen im Gesicht, im Brustbereich und (vor allem bei Jungen) am Rücken. Ursachen: hormonelle Veränderungen mit einer Hyperaktivität männlicher Hormone, besonders Testosteron, bei fettiger, zu starker Verhornung neigender Haut. Auslöser: Das Testosteron verursacht eine sehr hohe Produktion von Talg, die Drüsenausgänge verstopfen, eindringende Bakterien bewirken auch Entzündungen in den Talgdrüsen. Behandlung zu Hause: gründliche Reinigung mit seifenfreien Syn-dets, antibiotische Lotionen; regelmäßige Hautbehandlung bei Kosmetikerin; ölfreie Kosmetika. Ärzte behandeln mitVitamin-A-Säure-Präparaten gegen Bakterien in Talgdrüsen, jungen Frauen wird oft eine Verhütungspille mit Anti-Androgenen verschrieben. Spätere Narbenbehandlung durch Abschleifen oder Laser-Behandlung.