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Körperabwehr greift die Haut an

Die Schuppenflechte entpuppt sich als Autoimmunkrankheit

Bei der Neurodermitis hat man in den vergangenen Jahren zahlreiche neue wissenschaftliche Erkenntnisse über den genauen Mechanismus der Entzündung der Haut gewinnen können. Einiges davon möchten wir Ihnen an dieser Stelle in möglichst verständlicher Form vermitteln.

Das Immunsystem unseres Körpers besteht aus vielen verschiedenen Zellen, die uns schützen sollen und deren Aufgabe es istdurch eine Entzündung z.B. Bakterien zu beseitigen. Gleichzeitig sorgen andere Zellen dafür, daß die Entzündung örtlich und zeitlich begrenzt bleibt. Bei der Neurodermitis sind die Immunzellen gewissermaßen aus dem Gleichgewicht geraten. Bestimmte Zellen steigern - wie bereits erwähnt - die IgE-Produktion und führen zur Bildung einer Allergie gegen Umweltstoffe. Bei vorhandener Überempfindlichkeit (sog. Sensibilisierung) gegenüber einer Substanz (1.Beispiel:Katzenhaare) führt der Kontakt mit dem Allergen (in diesem Fall z.B. Katze streicheln) innerhalb von Minuten zu Juckreiz und Rötung der Haut. Nach intensivem Kontakt mit einem Allergen über mehrere Stunden oder Tage (2. Beispiel: Hausstaubmilben in der Bettmatratze) wird ein komplizierter Mechanismus in Gang gesetzt, der nach einigen Tagen zur deutlichen Verschlechterung des Ekzems führt. Insofern kann man sich gut vorstellen, um bei diesem Beispiel zu bleiben, daß normale Schlafgewohnheiten bei nachgewiesener Hausstaubmilbenallergie zu dauerhaften Hautbeschwerden führen und entsprechende Sanierungsmaßnahmen unbedingt erforderlich sind.

Bei Neurodermitis sind bestimmte Zellen des Organismus nach Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen überaktiv und setzen ihre Entzündungs- und Juckreizstoffe in der Haut frei. Zu den wichtigsten Juckreizauslösern zählt das Histamin. Das erklärt die Wirksamkeit von bestimmten Medikamenten, die wir Antihistaminika nennen .

Ein weiterer, ganz zentraler Punkt, der in den letzten Jahren intensiv erforscht wurde, hat mit der Verschlechterung des Hautbefundes unter nervlicher Belastung zu tun. Viele Patienten bemerken einen Zusammenhang zwischen Streß, starker Anspannung, unangenehmen Emotionen und dem Zustand der Haut. Wir wissen heute, daß es zahlreiche Beziehungen zwischen dem Nervengewebe und der Haut gibt. So wie beispielsweise Schmerzreize von der Haut in das Gehirn ,,transportiert" werden, so können auch umgekehrt Signale aus dem Gehirn über die Nerven direkt in die Haut weitergeleitet werden. Dort enden kleinste Nervenfasern direkt neben Entzündungszellen. Eine Erregung dieser Nervenfasern führt zur Aktivierung von Entzündungszellen, die dann z.B. Histamin freisetzen. So kann Streß zum Juckreiz führen.

Viele andere Kontakte zwischen Nervensystem und Haut beeinflussen ebenfalls die Stärke der Entzündung. Bei der intrinsischen Form der Neurodermitis ist dies wahrscheinlich der wichtigste Faktor der Ekzembildung.

 Noch ein kleiner Hinweis auf die Diagnostik

Laboruntersuchungen, Hauttests und Provokationstests bei Neurodermitis

Ein geschulter Arzt erkennt die Neurodermitis nach dem Patientengespräch und genauer Untersuchung der Haut meist auf Anhieb. Nachdem die Diagnose gestellt ist, beginnt die Abklärung der möglichen allergischen Auslöser. Es muß genau festgestellt werden, welche Art von Allergie im Einzelfall besteht. Nur dann sind sinnvolle Maßnahmen zur Vorbeugung angebracht und möglich. Zum Beispiel sollten unbedingt schädigende Diäten vermieden werden, die zu Wachstumsstörungen bei Kindern oder Stoffwechselstörungen bei Erwachsenen führen können.