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 Juckreiz

Der Juckreiz ist - wie Sie selbst am besten wissen - ein charakteristisches Zeichen der Neurodermitis. Kaum eine andere Hauterkrankung verursacht solche regelrechten Juckreizkrisen wie die Neurodermitis. Während bei anderen Hauterkrankungen mit Juckreiz oft lediglich auf der Haut mit den Fingern ,,gescheuert" wird, wird die Haut bei Neurodermitis als Anwort auf den Juckreiz oft regelrecht blutig gekratzt. Das bringt viele Probleme, wie z.B. eine oft starke Infektion mit Bakterien, mit sich. Der Juckreiz kommt durch verschiedene Botenstoffe in der Haut zustande. Von großer Bedeutung ist dabei der Botenstoft Histamin, der aus sog. Mastzellen in der Haut freigesetzt wird. Dies sind wichtige Entzündungszellen. Die Freisetzung von Histamin wird z.B. bei einer Katzenallergie nach Kontakt mit Katzen ausgelöst. Streß bzw. jede Art psychischer Belastung können Juckreiz und Entzündung der Haut verstärken.

Auf andere mögliche Auslöser von Neurodermitisschüben (z.B. Nahrungsmittel) wird noch eingegangen

Früher Beginn der Erkrankung

Gewöhnlich beginnt die Neurodermitis im Säuglings- oder frühen Kindesalter. Die Formen, die erst im Erwachsenenalter auftreten, sind nicht immer auf Anhieb zu erkennen. Auch auslösende Allergien sind je nach Phase der Erkrankung oft unterschiedlich.Unterschiedliche Phasen der Neurodermitis Es gibt nur wenige Erkrankungen überhaupt, die sich im Laufe des Lebens bezüglich des Erscheinungsbildes so deutlich wandeln können, wie das bei der Neurodermitis der Fall ist. Im Säuglingsalter beginnt die Hautkrankheit mit Milchschorf. Das sind an Krusten wie bei übergekochter Milch erinnernde Schuppen auf dem Kopf, die meist heftig jucken. Oft sind auch die Wangen, Brust- und Rückenbereich der Babys betroffen. Der Juckreiz läßt die Kinder oft nicht schlafen und kann zu Problemen beim Trinken und Essen führen.

Das Hautbild ändert sich dann innerhalb der nächsten Jahre, wenn die Neurodermitis nicht sogar ganz zurückgeht (siehe unten). Typisch im Kindes- und Jugendlichenalter sind die sog. Beugenekzeme. An Handgelenken, Ellenbeugen und Kniekehlen, im Nacken und Knöchelbereich findet sich durch Kratzen stark verdickte Haut. Man nennt das Lichenifikation. Die betroffenen Stellen sind meist stark zerkratzt mit Blutkrusten und gerötet. Die übrige Haut ist trocken. Im Erwachsenenalter sind viele Formen der Neurodermitis möglich. Vom Befall einzelner kleiner Stellen (Z.B. Einriß der Haut im Bereich des Ohrläppchens, Brustwarzenekzem, Handekzem) bis hin zu einer Rötung und Schuppung der gesamten Haut (sog. Erythrodermie) mit sehr starkem Juckreiz können sehr verschiedene Formen vorkommen.

Chronische Beschwerden

Die Neurodermitis ist typischerweise (im Erwachsenenalter) eine chronische Erkrankung. D.h., es sind immer oder in Schüben von unregelmäßigen Abständen einzelne Veränderungen an der Haut zu sehen. Die Erkrankung verläuft also wellenförmig. Was im Einzelfall die Verschlechterung ausgelöst hat, bleibt oft unklar. Man soll jedoch gemeinsam mit den behandelnden Ärzten alle Anstrengungen unternehmen, die möglichen Allergien und Auslöser abzuklären.

Andere atopische Erkrankungen

Zu den Hauptkriterien der Neurodermitis zählt auch die bereits erwähnte Tatsache, daß die Patienten selbst oder andere Familienmitglieder auch unter Heuschnupfen oder allergischem Asthma leiden oder einmal gelitten haben.

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