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Vitamin D³

Ein großer Fortschritt ist in den letzten Jahren in der Therapie der als "Schuppenflechte" bekannten Psoriasis gelungen: Präparate mit einem Vitamin-D3 Abkömmlinge stellen die Erfolge der klassischen Psoriasismittel in den Schatten.

Vitamin D3, das eigentlich kein Vitamin, sondern ein Hormon ist, reguliert die KaIzium- und Posphatstoffaufbereitung im Magen-Darm-Trakt und ist für Abwehrvorgänge und die Regeneration der Haut zuständig. Es wird im Körper gebildet, wenn er genug Sonnenlicht bekommt. Auch mit der Nahrung wird es aufgenommen. Da die direkte Aufnahme von zuviel Vitamin D3 starke Neben-wirkungen (vor allem auf den Kalziumhaushalt) hat, gelang der Durchbruch erst mit der Synthetisierung von Derivaten. Sie werdenauf die mit Schuppenflechte bedeckte Haut aufgetragen. In Deutschland leiden etwa 1,5 bis 2 Millionen Menschen unter dieser Krankheit, der oft mit massiver sozialer Ausgrenzung und Ekel begegnet wird. Im Gegensatz zur gängigen Meinung ist die Schuppenflechte nicht ansteckend, aber sie ist auch nicht schön anzusehen, Da die genetisch bedingte Psoriasis bisher nicht heilbar ist, ist eine Langzeittherapie zur Bekämpfung der Symptome unverzichtbar.

Vitamin D3-Derivate sind in der Langzeittherapie nicht nur besser verträglich da sienicht färben und reizen, sondern führen auch nicht zu einer Abnahme der Wirksam-keit mit zunehmender Heilbehandlungsdauer, wie die bisherigen Medikamente" betont Prof. Dr. Mahrle, der seine Erfahrungen während seiner langjährigen Tätigkeit an der Uni-Hautklinik Köln sammelte. Auch die Verdünn-ungen der Haut, die bei der Behandlung mit Cortisonpräparaten auftreten, seien bei Vitamin-D3-Abkömmlingen nicht zu erkennen. Ergänzend zur ärztlichen Behandlung sollte der Patient Übergewicht, Akoholexzesse und starkes Rauchen vermeiden, empfiehlt Prof. Dr. Mahrle. Außerdem seien vorsichtige, den Sonnenbrand vermeidende Lichtbäder günstig. Hautreizungen, wie ständiges Kratzen, provozierten die Psoriasis. Neben der genetischen Veranlagung können Streß, Allergien, Infektionen und Medikamente den Ausbruch fördern. Die Erscheinungsformen sind vielfältig und reichen von ausge-prägter Schuppenbildung an Haaransatz, Ellbogen und Knien bis hin zu entzünd-lichen Varianten mit starker Rötung und Pustelbildung. Zusätzlich geht die Hauter-krankung mit schmerzhaftem Anschwellen und Steifigkeit der Gelenke einher. Was zu einer starken Einschränkung der Bewegungsfähigkeit führen kann. Da eine Anlage vorliegt, können Hautveränderurgen immer wieder kommen. Zwischen zwei Schüben liegen oft Jahre der Symptomfreiheit. Dies bedeutet jedoch nicht, daß eine Heilung erfolgt ist.